TENNISARM
(Epicondylalgie)
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Der Tennisarm wird vom Mediziner als Epicondylitis
ra dialis h umeri (Epikondylitis lateralis h umeri) bezeichnet. Manche Autoren verwenden auch den Begriff "Epicondylalgie" (wird teilweise auch mit k geschrieben: Epikondylalgie).Beim Tennisarm besteht ein chronischer Entzündungszustand im Bereich der Sehnen ansätze am Epi condylus lateralis h umeri
(= über dem Ellbogen außen). Die Ursache ist nicht geklärt; vieles spricht für eine mechanische Auslösung (deshalb auch "Tennisarm", weil derartige Beschwerden häufiger nach intensivem Tennisspielen auftreten).Ein Tennisarm ist im akuten Stadium schmerz haft und vor allem lästig, jedoch an sich eine harmlose Erkrankung. Bei entsprechender körperlichen Schonung und örtlichen entzündungshemmenden Maßnahmen (z.B. Kältepackung, Fango) klingen die Beschwerden bald wieder ab. Halten die Schmerzen aber länger als drei Monate an, so ist daraus eine chronische Schmerzerkrankung geworden.
Beim
Tennisarm klagen die Patienten über
Schmerzen im
Bereich des Epicondylus ra
dialis h
umeri (= über
dem
Ellenbogen
außen), die sich bei
Faustschluß und kräftiger Dorsalextension
(= Beugung in Richtung
Handrücken)
im
Handgelenk
verstärken.
Nicht selten strahlen die
Ellenbogenschmerzen in
Unterarm
und/oder
Oberarm aus, so daß
dann der ganze
Arm
schmerz
t. Regelmäßig besteht ein deutlicher
Druck
schmerz im Bereich
des ellenbogennahen äußeren Unterarmes.
Als therapeutische Lokalanästhesie kann bei Tennisarm ein Versuch mit Infiltrationen mit einem örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain), auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß allerdings ein Kontakt der Kanülenspitze mit der Knochenhaut unbedingt vermieden werden, da damit häufig heftigste, anhaltende Schmerzreaktionen ausgelöst werden können (z.B. Ausbildung einer Periostitis (= Knochenhautentzündung)).
Daß örtliche Betäubungsmittel auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie
hier.Nach einer Pressemitteilung (Die Welt - 08.05.2002) scheint eine Behandlung mit Botulinustoxin (= ein Nahrungsmittelgift) beim Tennisarm erfolgversprechend zu sein. Die Wirkung beruht auf einer Entkrampfung der im Schmerzbereich krankhaft übererregten Muskeln.
Physikalische Therapie beim
Tennisarm:
Andere Therapiemaßnahmen bei
Tennisarm:
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur (Schmerzakupunktur)
nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide
Die aufgeführten Behandlungsmaßnahmen eignen sich in gleicher Weise für die seltenere Epicond ylitis ulnaris humeri (Epicond
ylitis medial is hu meri) (= Schmerzen an der Innenseite des El lenbogens).
Wer bezahlt eigentlich eine erforderliche, stationäre
Rehabilitationsbehandlung?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert
Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen,
zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern,
sofern die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist.
Sie ist auch zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder
Pflegebedürftigkeit vorzubeugen".
Hinzu kommt seit dem
1.4.2007, daß laut Bundesministerium für Gesundheit alle gesetzlich
versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und
sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst aussuchenkönnen.
Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die
"Behandlungen der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw.
Wiedereingliederung ins Berufsleben dienen". Wenn also Ihre
Rentenversicherung in diesem Sinne laut Bescheid keinen Handlungsbedarf
sieht, dann ist offensichtlich Ihre Krankenkasse für die Kostenübernahme der
stationären Rehabilitation zuständig.
Die Originaltexte finden Sie hier:
http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st
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Aktualisiert: >10.02.2008</>kusb&
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